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Klassische französische Gerichte

Fisch, Fleisch, Geflügel, Kartoffeln und Bistro-Klassiker der französischen Küche. Massgeblich sind meist Escoffiers «Le Guide Culinaire» und der Larousse Gastronomique; wo beide abweichen, stehen beide Fassungen unter den Varianten.

42 Bezeichnungen. So liest du die Einträge

Ragout (hell)

Blanquette de veau

Kalbsragout in weisser Sauce

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Kalbfleisch (bei Escoffier Tendrons, Brust)
  • weisser Fond
  • Karotte, gespickte Zwiebel, Bouquet garni
  • weisser Roux mit Kochflüssigkeit
  • Eigelb und Rahm als Liaison
  • Perlzwiebeln und Champignons

Häufige Fehler

  • Fleisch anbraten: Eine Blanquette bleibt weiss.

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 1273 «à l'ancienne»; Larousse: Fleisch darf nicht anbraten.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 1273 «Blanquette de Veau à l'Ancienne»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Blanquette»

Zutaten im Lexikon: Champignon, Kalbfleisch, Karotte, Rahm, Zwiebel, Ei

Schmorgericht · Burgund, Frankreich

Bœuf bourguignon

Rindfleisch burgundische Art

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Rindfleisch (bei Escoffier ein gespicktes Stück, heute meist Würfel)
  • Marinade und Schmorflüssigkeit aus Rotwein
  • Garnitur: Champignons, Brustspeck, glasierte Perlzwiebeln

Oft dabei, aber kein Muss

  • Cognac in der Marinade (Escoffier)
  • Kalbsjus und Espagnole

Häufige Fehler

  • Mit Weisswein oder Bier: Dann ist es kein Bourguignon.

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 1146 (Pièce de bœuf à la bourguignonne) und Garniture Bourguignonne: Der Rotwein ist «das absolute Merkmal».

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 1146 «Pièce de Bœuf à la Bourguignonne»
  • 1907, Auguste Escoffier, mit Philéas Gilbert, Émile Fétu u. a., Le Guide Culinaire, aide-mémoire de cuisine pratique, 2. Auflage, Kapitel «Garnitures», «Garniture à la Bourguignonne»

Zutaten im Lexikon: Champignon, Rindfleisch, Cognac, Rotwein, Zwiebel

Fischeintopf · Provence, Marseille, Frankreich

Bouillabaisse

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Felsenfische des Mittelmeers, darunter die Rascasse (Drachenkopf)
  • Olivenöl
  • Safran
  • Zwiebel, Lauch, Tomate, Knoblauch
  • Fenchel, Lorbeer, Bohnenkraut, Petersilie
  • Brotscheiben, mit Brühe übergossen

Oft dabei, aber kein Muss

  • getrocknete Orangenschale (Larousse)
  • Rouille
  • Languste (Larousse: «ein Raffinement der Städter»)

Kurz erklärt

Grosse Fische in Stücken, kleine ganz, mit Aromaten und Öl knapp mit Wasser bedecken, sprudelnd kochen (bouillir + abaisser), Brühe über Brot, Fische separat anrichten.

Häufige Fehler

  • Ohne Rascasse: Für die Marseiller Bouillabaisse gilt sie als Pflicht.
  • Tiefgekühlter Fisch: Nach der Charta nicht zulässig.

Woher der Name kommt

  • belegt: Ursprünglich ein Fischergericht, am Strand im Kessel gekocht aus Fischen, die sich nicht verkaufen liessen; die Rascasse gilt als unverzichtbar. (Larousse Gastronomique, Stichwort «Bouillabaisse»)
  • belegt: Charta von 1980: mindestens vier Arten fangfrischer Mittelmeerfische, darunter die Rascasse, gegen Restaurants, die irgendeine Fischsuppe als Bouillabaisse verkauften. Die Zahl der beteiligten Restaurants schwankt in den Quellen (rund 6 bis 11).

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 1039 nennt Rascasse, Chapon, Petersfisch, Wittling, Meeraal (fiélas), Languste, Rotbarbe, Knurrhahn; 1980 legten Marseiller Gastronomen in der «Charte de la bouillabaisse» Fischarten und Zubereitung fest.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 1039 «Bouillabaisse à la Marseillaise»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Bouillabaisse»

Zutaten im Lexikon: Safran, Orange, Lauch, Fenchel, Tomate, Knoblauch

Geflügelgericht

Canard à l'orange (Caneton bigarade)

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Ente
  • Sauce bigarrade (Fond mit Saft von Bitterorangen und Zitrone)
  • blanchierte Orangenschale

Varianten und Ableitungen

braisiert (Escoffier Nr. 1750)
mit Bitterorangen nur der Saft in der Sauce, keine Orangenfilets als Garnitur, weil sie bitter sind
gebraten
eigene Zubereitung, nach Escoffier nicht zu verwechseln

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 31 und 1750.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 1750 «Caneton Braisé à l'Orange»
  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 31 «Sauce Bigarrade»

Zutaten im Lexikon: Ente, Orange, Zitrone

Bohneneintopf · Languedoc (Castelnaudary, Carcassonne, Toulouse), Frankreich

Cassoulet

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • weisse Bohnen
  • Schweineschwarte
  • Fleisch und Wurst (je nach Ort verschieden)
  • Gratinieren im Ofen

Varianten und Ableitungen

Castelnaudary
vor allem Schwein (Karree, Schinken, Haxe, Wurst, Schwarte), wahlweise Gänseconfit
Carcassonne
zusätzlich Hammelkeule, in der Jagdzeit Rebhuhn
Toulouse
wie Castelnaudary mit Brustspeck, Toulouser Wurst und Confit
Escoffier 1907
Bohnen mit Schwarte, Brust und Knoblauchwurst; Hammelschulter und -brust mit Tomate; geschichtet, mit Paniermehl gratiniert

Festgelegt durch

Larousse «Cassoulet»; Escoffier Nr. 1344. Castelnaudary beansprucht den Titel «Welthauptstadt des Cassoulet».

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 1344 «Cassoulet»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Cassoulet»

Fleischgericht

Chateaubriand

Quellenlage mittel

Was dazugehört

  • dicke Scheibe aus dem Mittelstück des Rinderfilets (rund 3 cm)
  • grilliert oder gebraten

Dazu: klassisch Sauce béarnaise und Pommes château (Larousse)

Häufige Fehler

  • Chateaubriand als Zuschnitt für eine Person: Klassisch ist es ein Stück für zwei Personen. Diese Angabe ist verbreitet, in den geprüften Quellen aber nicht belegt.

Woher der Name kommt

  • überliefert: Erfunden 1822 von Montmireil, Koch des Schriftstellers und Diplomaten François-René de Chateaubriand, damals französischer Botschafter in London. Die meisten Quellen gehen auf dieselbe Larousse-Angabe zurück.
  • belegt: Früher wurde der Chateaubriand aus dem Roastbeef (aloyau) geschnitten und mit einer Weisswein-Schalotten-Reduktion mit Demi-glace, Butter, Estragon und Zitrone serviert.

Festgelegt durch

Larousse «Chateaubriand» und «Château (apprêt)».

  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Chateaubriand»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Château (apprêt)»

Fleischgericht (russisch-französisch) · Torschok (Gouvernement Twer), Russland, in die französische Küche übernommen, frühes 19. Jahrhundert

Côte de veau Pojarski

Kalbs-Pojarski

Quellenlage mittel

Was dazugehört

  • Fleisch des Kalbskoteletts, vom Knochen gelöst und gehackt
  • Butter (halbes Fleischgewicht)
  • Salz, Pfeffer
  • wieder an den Knochen geformt
  • in geklärter Butter gebraten

Woher der Name kommt

  • überliefert: Larousse: benannt nach Pojarski, einem Wirt des frühen 19. Jahrhunderts. Seine Hackbällchen waren ursprünglich aus Rind. Als Zar Nikolaus I. unangemeldet kam, servierte er solche aus Kalb, die dem Zaren ebenso gefielen.
  • belegt: Gasthaus von Jewdokim Poscharski in Torschok, das Rezept wird seiner Tochter Darja Poscharskaja zugeschrieben. Puschkin empfahl 1826 in einem Brief an Sergei Sobolewski, dort die Koteletts zu essen. Erstes gedrucktes Rezept 1853 (Ignati Radezki).
  • umstritten: Kalb sei knapp gewesen, darum habe man auf Huhn mit eingeweichtem Weissbrot umgestellt.
  • Legende: Verbindung zur Fürstenfamilie Poscharski: zu Sowjetzeiten verbreitetes Gerücht, ohne Grundlage.

Varianten und Ableitungen

Suprêmes de volaille Pojarski
Geflügelbrust gehackt mit eingeweichtem Brot, Butter und Rahm, wieder in Brustform gebracht (Escoffier Nr. 1614)
Lachs-Pojarski
nach Larousse auch aus Lachs

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 1260 und 1614; Larousse «Pojarski».

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 1260 «Côte de Veau Pojarski»
  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 1614 «Suprêmes de Volaille à la Pojarski»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Pojarski»

Zutaten im Lexikon: Kalbfleisch, Butter

Bistrogericht

Croque-monsieur

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • zwei gebutterte Scheiben Toastbrot (pain de mie)
  • Gruyère
  • magerer Schinken
  • in der Pfanne oder unter dem Grill beidseitig gebräunt

Woher der Name kommt

  • belegt: Der erste Croque-monsieur wurde 1910 in einem Café am Boulevard des Capucines in Paris serviert. (Larousse Gastronomique, Stichwort «Croque-monsieur»)

Varianten und Ableitungen

Croque-madame
mit Spiegelei obenauf
überbacken
mit Béchamel und Gruyère gratiniert

Festgelegt durch

  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Croque-monsieur»

Zutaten im Lexikon: Schinken, Gruyère, Butter

Fleischgericht

Entrecôte Bercy

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • grillierte Entrecôte
  • Bercy-Butter (Weisswein, Schalotten, Petersilie, Rindermark)

Woher der Name kommt

  • belegt: Aus den Wirtshäusern beim Weinmarkt von Bercy in Paris, ab 1820. (Larousse Gastronomique, Stichwort «Bercy»)

Festgelegt durch

  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Bercy»
  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 139 «Bercy Butter»

Zutaten im Lexikon: Weisswein, Petersilie, Zwiebel, Butter

Fischgericht

Filets de sole Orly

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Seezungenfilets, gewürzt
  • durch Backteig gezogen und frittiert
  • auf Serviette mit frittierter Petersilie
  • Tomatensauce separat

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 893: Die Tomatensauce ist «unerlässlich».

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 893 «Filets de Soles Orly»

Zutaten im Lexikon: Seezunge, Tomate, Petersilie

Fischgericht

Filets de sole Walewska

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Seezungenfilets in Fischfumet pochiert
  • halbierte Langustinenschwänze, mit rohen Trüffelscheiben in Butter gedünstet
  • feine Sauce Mornay, glasiert

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 904.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 904 «Filets de Soles Walewska»

Zutaten im Lexikon: Trüffel, Seezunge, Butter

Kartoffelgratin · Dauphiné, Frankreich

Gratin dauphinois

Quellenlage mittel

Was dazugehört

  • fein geschnittene Kartoffeln
  • gekochte Milch
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Form mit Knoblauch ausgerieben und gebuttert
  • Butterflocken

Häufige Fehler

  • Streit um den Käse: Escoffier verwendet Gruyère und Ei; viele Köche im Dauphiné lehnen beides ab. Bei einer Angabe «nach Escoffier» gehört Käse hinein.

Varianten und Ableitungen

Escoffier 1907
mit einem verquirlten Ei und geriebenem Gruyère in der Masse und obenauf
heute in der Region verbreitet
ohne Käse und ohne Ei, oft mit Rahm statt nur Milch

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 2222.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 2222 «Gratin de Pommes de Terre à la Dauphinoise»

Zutaten im Lexikon: Kartoffel, Knoblauch, Muskatnuss, Butter

Krustentiergericht

Homard à l'américaine

Hummer amerikanische Art (auch «à l'armoricaine»)

Quellenlage mittel

Was dazugehört

  • lebender Hummer, zerlegt
  • Corail und Innereien für die Sauce
  • Öl und Butter
  • Schalotten, Knoblauch
  • Weisswein, Fischfumet, flambierter Cognac
  • Fleischglace
  • Tomaten
  • Petersilie, Cayenne

Kurz erklärt

Hummerstücke in heissem Öl und Butter rot braten, Fett abgiessen, mit Schalotten, Knoblauch, Wein, Fumet, Cognac, Glace und Tomaten zugedeckt im Ofen 18 bis 20 Minuten garen; Sauce mit Corail und Butter vollenden.

Woher der Name kommt

  • überliefert: Erfunden um 1860 von Pierre Fraysse (oder Fraisse) aus Sète, der nach Jahren in den USA in Paris das Restaurant «Peter's» führte; den Namen wählte er wegen Amerika.
  • umstritten: Die Schreibweise «à l'armoricaine» (Armorica = alter Name der Bretagne) behauptet einen bretonischen Ursprung. Gegen ihn sprechen Olivenöl, Knoblauch und Tomate. Larousse: Die Bezeichnung «à l'américaine» sorgt bis heute für Streit, manche halten nur «à l'armoricaine» für richtig.

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 939: «Erste Bedingung ist, dass der Hummer lebt.»

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 939 «Homard à l'Américaine»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Américaine (à l')»

Zutaten im Lexikon: Hummer, Cognac, Weisswein, Tomate, Knoblauch, Petersilie

Krustentiergericht

Homard Thermidor

Quellenlage mittel

Was dazugehört

  • Hummerfleisch in Würfeln oder Scheiben, in den halben Panzern
  • Sauce Bercy oder Rahmsauce mit Senf
  • geriebener Käse, gratiniert (oder Sauce Mornay, glasiert)

Oft dabei, aber kein Muss

  • kleine Champignons
  • Trüffel

Woher der Name kommt

  • umstritten: Erfunden im Januar 1894 bei Maire am Boulevard Saint-Denis in Paris, am Abend der Premiere von Victorien Sardous Stück «Thermidor».
  • umstritten: Erfunden von Léopold Mourier im Café de Paris; sein Assistent und Nachfolger Tony Girod legte das heutige Rezept fest.

Festgelegt durch

  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Thermidor»

Zutaten im Lexikon: Trüffel, Hummer, Champignon, Senf, Rahm

Kartoffelzubereitung

Pommes Anna

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Kartoffeln, zylindrisch zugeschnitten und in dünne Scheiben
  • gewaschen und getrocknet
  • in Kreisen überlappend geschichtet, jede Lage umgekehrt
  • viel Butter, gewürzt
  • 5 bis 6 Lagen, in der Form gebacken

Woher der Name kommt

  • belegt: Geschaffen von Adolphe Dugléré, gewidmet Anna Deslions, einer «Löwin» (Lebedame) des Zweiten Kaiserreichs. In Julienne geschnitten heisst die Zubereitung «Pommes Annette». (Larousse Gastronomique, Stichwort «Anna»)

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 2203.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 2203 «Pommes de Terre Anna»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Anna»

Zutaten im Lexikon: Kartoffel, Butter

Kartoffelzubereitung

Pommes château

Quellenlage hoch · passt zu: Larousse: traditionelle Beilage zum grillierten Chateaubriand mit Béarnaise.

Was dazugehört

  • Kartoffeln, in Form grosser Oliven (Fässchen) tourniert
  • in geklärter Butter langsam goldgelb und weich gegart
  • gehackte Petersilie

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 2208; Larousse: ohne vorheriges Blanchieren.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 2208 «Pommes de Terre Château»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Château (apprêt)»

Zutaten im Lexikon: Olive, Kartoffel, Petersilie, Butter

Kartoffelzubereitung

Pommes dauphine

Dauphine-Kartoffeln

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Kartoffelmasse (Croquette-Masse)
  • ungezuckerter Brandteig (6 oz je lb Kartoffelmasse)
  • frittiert

Häufige Fehler

  • Mit Gratin dauphinois verwechseln: Das ist ein Kartoffelgratin.

Varianten und Ableitungen

Escoffier
zu kleinen Zylindern geformt und paniert
Larousse 1997
zu Kugeln geformt, ohne Panade frittiert
Pommes Lorette
mit Käse, als Halbmond
Pommes Berny
Croquette-Masse mit Trüffel, in Mandelsplittern

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 220; Larousse «Dauphine (pommes)».

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 220 «Dauphine Potatoes»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Dauphine (pommes)»

Zutaten im Lexikon: Kartoffel

Kartoffelzubereitung

Pommes duchesse

Herzoginkartoffeln

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Kartoffelpüree mit Butter und Eigelb
  • geformt oder gespritzt
  • mit Ei bestrichen, im Ofen gebräunt

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 221 und 2212; Larousse «Duchesse (pommes)».

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 221 «Duchesse Potatoes»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Duchesse (pommes)»

Zutaten im Lexikon: Kartoffel, Butter, Ei

Kartoffelzubereitung

Pommes fondantes

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Kartoffeln in Form langer Oliven (rund 3 oz)
  • in Butter gegart, leicht flach gedrückt
  • mit frischer Butter zugedeckt gegart, bis sie die Butter aufgenommen haben

Häufige Fehler

  • Heute oft in Fond gegart: Bei Escoffier nehmen die Kartoffeln Butter auf, nicht Fond.

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 2214.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 2214 «Pommes de Terre Fondantes»

Zutaten im Lexikon: Apfel, Olive, Kartoffel, Butter

Kartoffelzubereitung

Pommes Lorette

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Dauphine-Masse
  • geriebener Käse (1 oz je lb)
  • zu Halbmonden geformt, gemehlt, frittiert

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 2226.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 2226 «Pommes de Terre Lorette»

Zutaten im Lexikon: Apfel

Kartoffelzubereitung

Pommes lyonnaise

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • gekochte, geschälte Kartoffeln in Scheiben, in Butter sautiert
  • Zwiebelscheiben (ein Viertel der Kartoffelmenge), goldgelb in Butter
  • zusammen sautiert, gehackte Petersilie

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 2227.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 2227 «Pommes de Terre à la Lyonnaise»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Lyonnaise (à la)»

Zutaten im Lexikon: Apfel, Kartoffel, Petersilie, Zwiebel, Butter

Kartoffelzubereitung

Pommes Macaire

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • im Ofen gebackene Kartoffeln, ausgehöhlt
  • Fruchtfleisch mit Butter (1½ oz je lb) und Gewürz
  • als Galette in geklärter Butter beidseitig gebräunt

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 2228.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 2228 «Pommes de Terre Macaire»

Zutaten im Lexikon: Apfel, Kartoffel, Butter

Kartoffelzubereitung

Pommes noisettes

Nusskartoffeln

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Kartoffelkugeln in Haselnussgrösse (Kugelausstecher)
  • in Butter goldgelb und cremig gegart

Varianten und Ableitungen

Pommes parisiennes
etwas kleiner, in Fleischglace gerollt, mit Petersilie (Nr. 2237)

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 2236.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 2236 «Pommes de Terre Noisettes»
  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 2237 «Pommes de Terre Parisienne»

Zutaten im Lexikon: Hase, Haselnuss, Kartoffel, Butter

Kartoffelzubereitung

Pommes Pont-Neuf

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Kartoffeln in Stäbchen von ½ Zoll Kantenlänge
  • in heissem Fett frittiert, aussen knusprig, innen cremig

Woher der Name kommt

  • überliefert: Benannt nach dem Pont Neuf in Paris, auf dem Händler frittierte Kartoffeln verkauft haben sollen. In den geprüften Quellen nicht belegt.

Varianten und Ableitungen

Allumettes
Stäbchen von ⅕ Zoll (Nr. 2215)
Paille
lange feine Julienne, zweimal frittiert (Nr. 2219)

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 2220: «der Grundtyp der frittierten Kartoffel».

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 2220 «Pommes de Terre Pont-Neuf»
  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 2215 «Pommes de Terre en Allumettes»
  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 2219 «Pommes de Terre Pailles»

Zutaten im Lexikon: Apfel, Kartoffel

Kartoffelzubereitung

Pommes soufflées

Quellenlage mittel

Was dazugehört

  • Kartoffeln in ⅛ Zoll dicken Scheiben
  • in mässig heissem Fett gegart, bis sie aufsteigen
  • sofort in heisserem Fett aufgebläht

Woher der Name kommt

  • überliefert: Jean-Louis-François Collinet, Koch im Pavillon Henri IV in Saint-Germain-en-Laye, soll sie 1837 bei der Eröffnung der Eisenbahnlinie von Paris nach Saint-Germain zufällig erfunden haben, als sich die Ankunft der Gäste verzögerte und er bereits frittierte Kartoffeln erneut ins Fett gab.

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 2221.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 2221 «Pommes de Terre Soufflées»

Zutaten im Lexikon: Kartoffel

Siedfleischgericht

Pot-au-feu

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • mehrere Rindfleischstücke (mager, durchwachsen, gelatinehaltig)
  • Markknochen
  • Wurzelgemüse und Lauch
  • Aromaten

Kurz erklärt

Fleisch in kaltem Wasser aufsetzen (für klare Brühe), abschäumen, Gemüse zugeben, stundenlang ziehen lassen. Brühe als Suppe, Fleisch und Gemüse als Hauptgang.

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 599 («wie die Petite Marmite»); Larousse: «spezifisch französisch».

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 599 «The Pot-au-Feu»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Pot-au-feu»

Zutaten im Lexikon: Rindfleisch, Lauch

Geflügelgericht

Poularde demi-deuil

Poularde in Halbtrauer

Quellenlage mittel

Was dazugehört

  • rohe Trüffelscheiben zwischen Haut und Brust
  • Poularde pochiert
  • sehr weisse Sauce suprême mit Trüffelscheiben

Woher der Name kommt

  • überliefert: «Halbtrauer»: Die schwarzen Trüffel unter der weissen Haut erinnern an die Kleidung der Halbtrauer. Das Gericht ist mit der Lyoner Köchin Eugénie Brazier («Mère Brazier») verbunden. In den geprüften Quellen nicht belegt.

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 1463.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 1463 «Poularde en Demi-Deuil»

Zutaten im Lexikon: Trüffel, Poulet

Geflügelgericht

Poulet sauté Marengo

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Poulet, in Öl sautiert
  • Weisswein
  • Tomaten
  • Knoblauch
  • kleine Champignons
  • Trüffelscheiben
  • herzförmige Croûtons
  • kleine Spiegeleier
  • Flusskrebse im Sud
  • Petersilie

Woher der Name kommt

  • Legende: Am Abend der Schlacht von Marengo (14. Juni 1800) habe Napoleons Koch Dunand mit dem gekocht, was zu finden war (Krebse, Eier, Tomaten). Larousse weist darauf hin, dass Dunand bis 1803 beim Prinzen von Condé diente: Die Zuschreibung ist so nicht haltbar. (Larousse Gastronomique, Stichwort «Dunand»)

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 1564 (Kalbfleisch Marengo Nr. 1280).

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 1564 «Poulet Sauté Marengo»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Dunand»

Zutaten im Lexikon: Trüffel, Flusskrebs, Champignon, Poulet, Weisswein, Tomate

Tarte (salzig) · Lothringen, Frankreich

Quiche lorraine

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Mürbeteig (pâte à foncer)
  • Brustspeck in Streifen
  • Eier
  • Crème fraîche

Häufige Fehler

  • Käse in der Quiche lorraine: Larousse nennt nur Eier, Rahm und Speck.

Festgelegt durch

Larousse «Quiche».

  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Quiche»

Zutaten im Lexikon: Rahm, Ei

Gemüsegericht · Nizza, Provence, Frankreich

Ratatouille niçoise

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Zucchini
  • Auberginen
  • Peperoni
  • Tomaten
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Olivenöl

Kurz erklärt

Nach den Puristen jedes Gemüse einzeln anbraten, dann zusammen schmoren.

Festgelegt durch

Larousse «Ratatouille».

  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Ratatouille»

Zutaten im Lexikon: Aubergine, Tomate, Knoblauch, Zwiebel

Fischgericht

Sole bonne femme

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Schalotten
  • Petersilie
  • rohe Champignons in Scheiben
  • Weisswein und Fischfumet
  • Sauce aus reduziertem Sud, Fischvelouté und Butter
  • glasiert

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 862.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 862 «Sole Bonne Femme»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Bonne femme (à la)»

Zutaten im Lexikon: Seezunge, Champignon, Weisswein, Petersilie, Zwiebel, Butter

Fischgericht

Sole Colbert

Seezunge Colbert

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • ganze Seezunge
  • Filets auf der Oberseite vom Rückgrat gelöst, Gräte mehrfach gebrochen
  • Milch, Mehl, Panade à l'anglaise (Ei, Paniermehl)
  • Frittieren
  • Gräte entfernen, Hohlraum mit Maître-d'hôtel-Butter füllen

Häufige Fehler

  • Ohne Panade gebraten: Die Sole Colbert ist paniert und frittiert.
  • Colbert-Butter statt Maître d'hôtel: Escoffier füllt Maître-d'hôtel-Butter ein, die Colbert-Butter (mit Glace und Estragon) lässt Larousse ebenfalls zu.

Woher der Name kommt

  • überliefert: Der Name ehrt wohl Jean-Baptiste Colbert, Minister Ludwigs XIV.; ein Beleg fehlt in den geprüften Quellen.

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 822.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 822 «Sole Colbert»
  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 141 «Colbert Butter»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Colbert»

Zutaten im Lexikon: Seezunge, Butter

Fischgericht

Sole Dugléré

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Seezunge (andere Fische in Stücke geteilt)
  • gehackte Zwiebel
  • Tomaten concassées
  • grob gehackte Petersilie
  • Weisswein
  • Fischvelouté und Butter für die Sauce
  • Zitronensaft

Woher der Name kommt

  • belegt: Benannt nach Adolphe Dugléré (1805 bis 1884), Schüler Carêmes, Chef der Familie Rothschild und später des Café Anglais in Paris. (Larousse Gastronomique, Stichwort «Dugléré (Adolphe)»)

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 825.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 825 «Sole Dugléré»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Dugléré (Adolphe)»

Zutaten im Lexikon: Seezunge, Weisswein, Zitrone, Tomate, Petersilie, Zwiebel

Fischgericht

Sole Marguery

Quellenlage mittel

Was dazugehört

  • Seezunge, in Weisswein und Fischfumet pochiert
  • Rand aus Miesmuscheln und Crevettenschwänzen
  • Weissweinsauce mit Butter
  • rasch glasiert

Woher der Name kommt

  • überliefert: Benannt nach dem Pariser Restaurant Marguery (Nicolas Marguery). In den geprüften Quellen nicht weiter belegt.

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 857.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 857 «Sole Marguery»

Zutaten im Lexikon: Crevetten, Seezunge, Weisswein, Butter

Fischgericht · Frankreich

Sole meunière

Seezunge Müllerinart

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • ganze Seezunge, enthäutet
  • Salz, Pfeffer, Mehl
  • Butter (bei grossen Fischen geklärte Butter)
  • Zitronensaft
  • gehackte Petersilie
  • nussbraune Butter, auf den Fisch gegossen

Kurz erklärt

Fisch würzen, mehlen, in heisser Butter beidseitig goldbraun braten, anrichten, Zitrone und Petersilie darauf, schäumende braune Butter darübergiessen.

Häufige Fehler

  • Sauce statt brauner Butter: Escoffier verlangt, dass die Butter immer über den Fisch gegossen wird.
  • Zu kalte Butter: Der Fisch saugt Fett und wird nicht goldbraun.

Woher der Name kommt

  • überliefert: Der Name meint die Müllerin, die das Mehl zur Hand hat: Der Fisch wird gemehlt gebraten.

Varianten und Ableitungen

Sole Doria
mit Gurken in Olivenform (Escoffier Nr. 843)
Sole meunière aux cèpes, aux morilles, aux raisins, à l'orange
Escoffier Nr. 845 bis 848
Sole Murat
siehe eigener Eintrag

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 778 und 842; Larousse «Meunière (à la)».

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 778 «The Cooking of Fish à la Meunière»
  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 842 «Sole à la Meunière»
  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 152 «Butter à la Meunière»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Meunière (à la)»

Zutaten im Lexikon: Seezunge, Zitrone, Petersilie, Butter

Fischgericht

Sole Murat

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Sole meunière
  • Kartoffelwürfel, in Butter sautiert
  • rohe Artischockenböden in Würfeln, sautiert
  • 5 dicke Tomatenscheiben, gemehlt und in Öl gebraten
  • Fleischglace, Zitrone, Petersilie
  • leicht gebräunte Butter

Woher der Name kommt

  • überliefert: Benannt vermutlich nach Joachim Murat, Marschall Napoleons und König von Neapel; ein Beleg fehlt.

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 850.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 850 «Sole Murat»

Zutaten im Lexikon: Seezunge, Artischocke, Zitrone, Tomate, Kartoffel, Petersilie

Rohes Fleischgericht

Steak tartare

Quellenlage mittel

Was dazugehört

  • gehacktes rohes Rindfleisch (nach Puristen Pferd)
  • rohes Eigelb
  • Würzzutaten (Kapern, Zwiebel, Petersilie u. a.)

Woher der Name kommt

  • belegt: In Belgien heisst die Zubereitung «filet américain».
  • Legende: Der Name gehe auf die Reitervölker (Tataren) zurück, die rohes Fleisch unter dem Sattel mürbe ritten: Legende.

Varianten und Ableitungen

Beefsteak à l'Américaine (Escoffier 1907)
Rinderfilet fein gehackt, gesalzen, gepfeffert, als Steak geformt, Eigelb in einer Mulde; Kapern, Zwiebel, Petersilie gehackt separat.
Beefsteak à la Tartare (Escoffier 1907)
Wie à l'Américaine, aber ohne Eigelb; separat Sauce tartare (Mayonnaise aus gekochtem Eigelb mit Schnittlauch).
heutige Gastronomie
Mit einer Würzmischung angemacht (Senf, Ketchup, Worcestershire, Tabasco, Cognac u. a.), in der Küche oft «Tatarsauce» genannt; siehe Eintrag «Tatarsauce zum Anmachen».

Festgelegt durch

Larousse «Tartare»; Escoffier 1907 «Beefsteak à l'Américaine» und «à la Tartare».

  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Tartare»
  • 1907, Auguste Escoffier, mit Philéas Gilbert, Émile Fétu u. a., Le Guide Culinaire, aide-mémoire de cuisine pratique, 2. Auflage, Kapitel Bœuf, «Beefsteak à l'Américaine»

Zutaten im Lexikon: Rindfleisch, Petersilie, Zwiebel, Ei

Fleischgericht

Tournedos Choron

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • Tournedos in Butter gebraten, auf Croûtons
  • Faden Sauce Choron
  • Artischockenboden mit Erbsen oder Spargelspitzen in Butter
  • Rand aus Kartoffeln, in Butter gebräunt

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 1090.

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 1090 «Tournedos Choron»
  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Choron»

Zutaten im Lexikon: Spargel, Artischocke, Erbse, Kartoffel, Butter

Fleischgericht

Tournedos Henri IV

Quellenlage hoch

Was dazugehört

  • grillierte Tournedos auf gebratenen Croûtons
  • Faden Sauce béarnaise um jedes Tournedos
  • Artischockenboden mit haselnussgrossen Kartoffeln in Butter

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 1097 (Béarnaise darf auch separat serviert werden).

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 1097 «Tournedos Henri IV»

Zutaten im Lexikon: Artischocke, Hase, Haselnuss, Kartoffel, Butter

Fleischgericht

Tournedos Rossini

Quellenlage mittel

Was dazugehört

  • Tournedos (Rinderfilet), in Butter gebraten
  • gebratene Croûtons gleicher Grösse
  • Scheibe Foie gras, gemehlt und in Butter gebraten
  • Trüffelscheibe

Dazu: Demi-glace mit Trüffelessenz (Garniture Rossini)

Woher der Name kommt

  • umstritten: Zugeschrieben Marie-Antoine Carême, Adolphe Dugléré (Café Anglais) oder Escoffier; gewidmet dem Komponisten Gioachino Rossini, einem bekannten Feinschmecker.
  • Legende: Der Name «tournedos» komme vom Kellner, der beim Anrichten am Tisch «den Rücken drehen» (tourner le dos) musste. Gilt als Legende.

Festgelegt durch

Escoffier Nr. 1126 und Kapitel «Garnitures».

  • 1907, Auguste Escoffier, A Guide to Modern Cookery (englische Ausgabe von «Le Guide Culinaire»), Nr. 1126 «Tournedos Rossini»
  • 1907, Auguste Escoffier, mit Philéas Gilbert, Émile Fétu u. a., Le Guide Culinaire, aide-mémoire de cuisine pratique, 2. Auflage, Kapitel «Garnitures», «Garniture à la Rossini»

Zutaten im Lexikon: Trüffel, Foie gras, Butter

Kalte Suppe

Vichyssoise

Quellenlage mittel

Was dazugehört

  • Lauch (weiss)
  • Kartoffeln
  • Rahm
  • kalt serviert
  • Schnittlauch

Woher der Name kommt

  • überliefert: Geschaffen von Louis Diat, Küchenchef des Ritz-Carlton in New York, um 1917, nach der Lauch-Kartoffel-Suppe seiner Kindheit bei Vichy. Verbreitet erzählt, in den geprüften Quellen nicht belegt.

Festgelegt durch

Larousse «Vichyssoise».

  • 1997, Larousse (Hg.), Nachfolge von Prosper Montagné, Larousse Gastronomique, Stichwort «Vichyssoise»

Zutaten im Lexikon: Schnittlauch, Lauch, Kartoffel, Rahm